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Welchen Ninebot kaufen? So unterscheiden sich die Modelle

Ninebot-Modelle unterscheiden sich vor allem bei Gewicht, Bremsen und Ladezeit. So findest du den passenden – und holst mehr aus deinem raus.

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Draufsicht auf das Trittbrett eines schwarzen Ninebot MAX G3 mit rotem ninebot-Logo und ausgeklapptem Ständer auf Asphalt

E2 Pro oder MAX G3 – und ist der GT3 die zusätzlichen Kilos wert? Diese Frage stellen sich viele vor ihrem ersten Ninebot. Die Höchstgeschwindigkeit gibt dabei selten den Ausschlag. Hier gehen wir die Modelle einzeln durch: womit du im Alltag leben musst und was gut zu wissen ist, wenn schon ein Ninebot bei dir zu Hause steht.

Welchen Ninebot kaufen? Die kurze Antwort

Den einen besten Ninebot für alle gibt es nicht – es kommt auf deinen Weg an. Treppen, Kofferraum und kurze Strecken: E2 Pro. Täglich pendeln mit Federung und schnellem Laden: MAX G3. Mehr Gewicht, weite Strecken und ebenerdiger Stellplatz: GT3. Etwas ganz anderes für kurze Wege: den selbstbalancierenden Mini Pro 2. Fang bei Treppe und Ladeplatz an, nicht bei der Höchstgeschwindigkeit.

E2 Pro, MAX G3, GT3 und Mini Pro 2 im Alltag

Ninebot und Segway gehören seit 2015 zusammen: Damals kaufte das chinesische Start-up Ninebot den US-Hersteller Segway (swissinfo.ch berichtete über die Übernahme). Deshalb heißen die Modelle oft „Ninebot by Segway“. Die Zahlen unten sind Herstellerangaben (Produktseiten und Bedienungsanleitungen, Stand September 2026). Alle technischen Daten findest du in der Ninebot-Kollektion – hier geht es darum, wie es sich mit den Modellen lebt.

Modell und GewichtPasst zu dir, wenn du …Damit musst du leben
E2 Pro, 18,8 kgihn Treppen hochträgst und eher kurze Strecken in der Stadt fährstkeine Federung, Trommelbremse hinten, 10-⁠Zoll-Räder
MAX G3, 24,6 kgtäglich pendelst und Komfort willstschwer zu tragen, sobald es mehr als eine Treppe ist
GT3, 39,5 kgmehr Gewicht mitbringst, weit fährst und den meisten Komfort willstwird eher geschoben als getragen, nur ein Ladeanschluss – am besten über Nacht laden
Mini Pro 2, 13,6 kgein selbstbalancierendes Fahrzeug für kurze Wege suchstkein normaler Lenker – du lenkst mit den Knien an einer Stange, höchstens 100 kg Fahrergewicht

Mann mit Helm fährt einen Ninebot MAX G3 über eine Betonbrücke, im Hintergrund Berge

MAX G3 und GT3 folgen demselben Rezept: Federung vorn und hinten, Scheibenbremsen und selbstabdichtende 11-⁠Zoll-Reifen. Der GT3 wiegt rund 15 kg mehr, hat einen größeren Akku und 150 kg maximale Zuladung statt 130 kg beim MAX G3. Der E2 Pro ist das einfache, leichte Modell, und der Mini Pro 2 ist eine ganz andere Art Fahrzeug.

Die Höchstgeschwindigkeit reicht laut Hersteller von 18 km/h beim Mini Pro 2 bis 50 km/h beim GT3 – wo du damit fahren darfst, erklären wir in unserem Ratgeber zu den E-Scooter-Regeln in Deutschland.

Gewicht, Bremsen und Federung – hier liegt der Unterschied

Ein typischer Fehler: nach der Höchstgeschwindigkeit wählen und das Gewicht erst im Treppenhaus bemerken. E2 Pro, MAX G3 und GT3 lassen sich alle zusammenklappen, aber klappbar heißt nicht tragbar. Den E2 Pro mit 18,8 kg trägst du noch jeden Tag eine Treppe hoch. Der MAX G3 mit 24,6 kg geht, wird aber schwer. Den GT3 mit 39,5 kg schiebst du. Der ADAC hält Tragen je nach Kondition schon ab etwa 15 kg für anstrengend und rät zu einem abnehmbaren Akku, den man zum Laden mit in die Wohnung nimmt (ADAC-Kaufberatung zum E-Scooter). Bei keinem dieser Ninebots lässt sich der Akku herausnehmen – der Scooter muss also dort stehen, wo du ihn lädst.

  • E2 Pro: Trommelbremse hinten und elektrische Bremse im Motor. Die Trommelbremse ist gekapselt und pflegeleicht, bremst aber schwächer als eine Scheibenbremse. Der ADAC empfiehlt, eine elektrische Bremse immer mit zwei mechanischen Bremsen zu kombinieren – der E2 Pro hat eine. Laut Handbuch solltest du dich beim Kundenservice melden, wenn die Trommelbremse beim Bremsen deutlich lauter wird.
  • MAX G3 und GT3: Scheibenbremsen vorn und hinten. Mehr Bremskraft mit wenig Druck. Gewöhn dich in niedrigem Tempo daran – ein zu harter Griff an die Vorderbremse kann das Vorderrad blockieren. Bremse mit beiden Bremsen und rechne damit, dass sich die Beläge mit der Zeit abnutzen.
  • Federung und Reifen. Der E2 Pro hat keine Federung und schlauchlose 10-⁠Zoll-Luftreifen, unebener Asphalt kommt also in den Händen an. MAX G3 und GT3 haben Federung vorn und hinten und selbstabdichtende 11-⁠Zoll-Reifen – beim MAX G3 dichten sie laut Hersteller Löcher bis 4 mm ab.

Nahaufnahme von Vorderrad und roter Gabelfeder eines Ninebot GT3 auf staubigem Boden im Abendlicht

Selbstabdichtend ist nicht dasselbe wie pannensicher – ein größerer Schaden oder ein Loch in der Reifenflanke dichtet nicht ab. Den Unterschied erklären wir in Vollgummireifen oder Luftreifen, und wie du einen Reifen tauschst, steht in der Anleitung E-Scooter-Reifen wechseln. Fährst du das ganze Jahr, lies unsere Tipps für E-Scooter und E-Bike im Winter und schau dir unser Winterzubehör an – vergleiche vor der Bestellung die Größe auf der Reifenflanke.

Reichweite und Laden: mit Puffer planen

Der Hersteller gibt 35 km für den E2 Pro und bis zu 80 km für den MAX G3 an – aber nicht bei Höchstgeschwindigkeit. Das Handbuch des E2 Pro zeigt deutlich, wie viel das Tempo ausmacht: rund 40 km im ECO-Modus, aber nur rund 27 km bei Höchstgeschwindigkeit. Den größten Akku hat der GT3, laut Hersteller 899 Wh. Sieh die Angaben als Obergrenze. Im E-Scooter-Test 2026 des ADAC wurde mit 90 kg Fahrergewicht, eingeschaltetem Licht und voller Geschwindigkeit gemessen – und ausgerechnet beim Testsieger, einem Segway Ninebot F3 Pro D, lagen Herstellerangabe und gemessene Reichweite am weitesten auseinander. Kälte, Steigungen und ein hohes Fahrergewicht kosten bei jedem Ninebot Reichweite. Der ADAC rät deshalb, immer Akku-Reserve einzuplanen, weil sich ein E-Scooter mit leerem Akku nicht wie ein normaler Tretroller fahren lässt. Was wirklich hilft, zeigen wir im Ratgeber E-Scooter-Reichweite erhöhen.

Die Ladezeit unterscheidet sich stärker, als man denkt. Der E2 Pro braucht laut Handbuch rund 5,5 Stunden. Der MAX G3 hat ein eingebautes Ladegerät: Mit dem normalen Kabel dauert es rund 3,5 Stunden, mit einem zusätzlichen, separat erhältlichen Ladegerät am zweiten Anschluss rund 2,5 Stunden. Der GT3 hat nur einen Ladeanschluss und den größten Akku – am besten über Nacht laden. Wie du so lädst, dass der Akku lange hält, steht in E-Scooter-Akku richtig laden, und was eine Ladung kostet, rechnen wir im Ratgeber zu den Ladekosten für E-Scooter vor.

Der erste Tag: App, Aktivierung und Updates

Ein Ninebot will ab dem ersten Tag die App – und das übersieht man leicht:

  1. Zuerst laden. Laut Handbuch des GT3 wird der Akku vor der ersten Fahrt mit einer kurzen Ladung aktiviert.
  2. App installieren und Scooter aktivieren. Das Handbuch des E2 Pro ist eindeutig: Hersteller-App installieren, Scooter aktivieren und die neuesten Updates und Sicherheitshinweise laden. Ein nicht aktivierter GT3 fährt nur im ECO-Modus. Ein neuer Mini Pro 2 fährt nur 7 km/h, bis du die Einführung für Anfänger in der App abgeschlossen hast, und danach auf dem ersten Kilometer 10 km/h (laut Handbuch des Mini Pro 2). Die Handbücher von E2 Pro und Mini Pro 2 gibt es auf Englisch, Französisch und Spanisch, das des GT3 auch auf Deutsch.
  3. Software aktualisieren. Gleich am Anfang und danach immer, wenn die App es vorschlägt. Fehlercodes und Temperaturwarnungen liest du ebenfalls in der App ab.
  4. Mit Apple „Wo ist?“ verbinden. E2 Pro, MAX G3 und GT3 lassen sich über die App mit Apples „Wo ist?“-Netzwerk verbinden. Das hilft beim Wiederfinden, ersetzt aber kein ordentliches Schloss – Tipps dazu im Ratgeber E-Scooter-Diebstahlschutz.

Du hast schon einen Ninebot? Ersatzteile und Pflege

Ninebot gibt es schon lange, deshalb haben viele, die das hier lesen, längst einen – einen G30 Max, ein ES-Modell, etwas aus der E- oder F-Serie, einen G2 oder einen ZT3. Bei uns gibt es unter anderem Reifen, Bremsteile, Ladegeräte, Controller und Stoßdämpfer für viele davon, gesammelt unter unseren Ninebot-Ersatzteilen. Such im Ersatzteil-Finder immer nach der genauen Modellbezeichnung – G30 und G30D oder E2, E2 Pro und E2 Plus teilen sich nicht immer dasselbe Teil.

Schwarzer Lenkerschalter für Blinker und Hupe mit Kabel und Stecker vor weißem Hintergrund

  • Reifen: Prüfe den Druck oft und halte dich an den Wert im Handbuch, innerhalb des Bereichs auf der Reifenflanke.
  • Bremsen: Stell den Bremszug nach, wenn sich die Trommelbremse schwammig anfühlt, und prüfe die Beläge der Scheibenbremsen. Quietscht oder schleift es oder lässt die Bremswirkung nach, sind neue Beläge fällig – beim Fahrrad rät der ADAC zum Wechsel, sobald weniger als ein Millimeter Belag übrig ist (ADAC zu Bremsbelägen).
  • Schrauben und Klappmechanismus: Zieh die Schrauben am Lenker und am Klappmechanismus nach dem Plan im Handbuch nach – Spiel in der Lenkstange merkst du schnell.
  • Regen: Der E2 Pro hat IPX4, der Mini Pro 2 IP54, MAX G3 und GT3 haben IPX6. Die Schutzklasse ist ein Labortest, kein Versprechen, dass der Scooter tiefe Pfützen oder einen Wasserstrahl verträgt – mehr dazu in E-Scooter bei Regen.

Spar nicht am Helm. Bei E-Scooter-Unfällen werden laut ADAC oft Kopf und Gesicht verletzt, und ein Helm kann das Risiko schwerer Kopfverletzungen senken (ADAC zu E-Scooter-Unfällen). Trotzdem trägt in Österreich nach Angaben des ÖAMTC nur etwa jede zehnte Person auf dem E-Scooter einen Helm. Auf dem GT3, der laut Hersteller bis zu 50 km/h fährt, ist ein Helm nach ECE 22, der Prüfnorm für Motorradhelme, die vernünftige Wahl – achte auf die Prüfnorm, wenn du unter unseren Helmen wählst. Wie alle Elektrofahrzeuge bei uns haben die Ninebot-Modelle 2 Jahre gesetzliche Gewährleistung, und unser Kundenservice hilft dir, das richtige Teil zu finden.

Typische Fehler bei der Wahl eines Ninebot

  1. Nach der Höchstgeschwindigkeit wählen. Wähle nach Gewicht, Bremsen und Abstellplatz – die merkst du jeden Tag.
  2. Mit der vollen angegebenen Reichweite rechnen. Der Wert wird unter günstigen Bedingungen ermittelt – laut Handbuch des E2 Pro mit vollem Akku, 75 kg Last und 25 Grad auf Asphalt – und oft in einem niedrigeren Fahrmodus. Plane mit ordentlich Reserve.
  3. Den Ladeplatz vergessen. Ohne herausnehmbaren Akku wird der Scooter dort geladen, wo er steht – ein Keller ohne Steckdose funktioniert nicht.
  4. Die Aktivierung überspringen. Laden, in der App aktivieren und aktualisieren, bevor du losfährst.
  5. Teile nach einem ungefähren Modellnamen kaufen. Prüf das genaue Modell und die Version, bevor du bestellst.
  6. Nach der Lieferung Probe fahren wollen. Ein gefahrenes Elektrofahrzeug nehmen wir nicht zurück, und laut unseren Rücksendebedingungen gilt auch die Registrierung in der Hersteller-App als Nutzung. Vergleiche vor der Bestellung und frag uns lieber einmal zu oft.

Häufige Fragen

Sind Ninebot und Segway dieselbe Firma?

Ja, heute gehören sie zusammen. Das chinesische Start-up Ninebot hat 2015 den US-Hersteller Segway gekauft, und seitdem werden die E-Scooter unter Namen wie Ninebot by Segway oder Segway-Ninebot verkauft. Beide Marken gibt es weiterhin, dahinter steht aber dasselbe Unternehmen.

Muss man einen Ninebot in der App aktivieren?

Ja. Laut den Handbüchern des Herstellers installierst du die App, aktivierst den Scooter und lädst die neuesten Updates, bevor du losfährst. Ein nicht aktivierter GT3 fährt nur im ECO-Modus, und ein neuer Mini Pro 2 fährt nur 7 km/h, bis die Einführung für Anfänger in der App abgeschlossen ist. Lade am besten zuerst – laut Handbuch des GT3 wird der Akku vor der ersten Nutzung mit einer kurzen Ladung aktiviert.

Wie schwer ist ein Ninebot E-Scooter?

Laut Hersteller wiegt der E2 Pro 18,8 kg, der MAX G3 24,6 kg und der GT3 39,5 kg. Der selbstbalancierende Mini Pro 2 wiegt 13,6 kg. E2 Pro, MAX G3 und GT3 lassen sich alle zusammenklappen, aber ab dem MAX G3 ist Schieben auf längeren Wegen realistischer als Tragen.

Welcher Ninebot passt zu schweren Fahrern?

Schau auf die maximale Zuladung, also Fahrer plus Gepäck: Der Hersteller gibt 120 kg für den E2 Pro, 130 kg für den MAX G3 und 150 kg für den GT3 an. Der Mini Pro 2 ist für ein Fahrergewicht von 40 bis 100 kg gebaut. Je schwerer die Last, desto kürzer die Reichweite und desto weniger Kraft am Berg – liegst du nahe an der maximalen Zuladung eines Modells, ist das nächstgrößere die sicherere Wahl.

Ninebot MAX G3 oder GT3 – was ist der Unterschied?

Beide folgen demselben Grundkonzept: Federung vorn und hinten, Scheibenbremsen und selbstabdichtende 11-Zoll-Reifen. Der GT3 hat einen größeren Akku, eine höhere Höchstgeschwindigkeit und 150 kg maximale Zuladung, wiegt aber 39,5 kg statt 24,6 kg und hat nur einen Ladeanschluss. Der MAX G3 hat ein eingebautes Ladegerät und lädt mit einem separat erhältlichen Zusatzladegerät schneller. Musst du den Scooter oft tragen, ist der MAX G3 die handlichere Wahl.

Quellen

  1. Früherer Kopierer aus China übernimmt Rollerhersteller Segway (swissinfo.ch (Keystone-SDA), 2015-04-15)
  2. E-Scooter kaufen – die wichtigsten Tipps (ADAC, aktualisiert 2026-07-20)
  3. E-Scooter im ADAC Test: Lenkerbruch, Reichweite und die besten Modelle (ADAC, 2026-07-28)
  4. Ninebot GT3 by Segway – Bedienungsanleitung (Segway-Ninebot (Herstellerhandbuch), undatiert (abgerufen 2026-09-26))
  5. Ninebot E2 Pro – Bedienungsanleitung (Segway-Ninebot (Herstellerhandbuch), undatiert (abgerufen 2026-09-26))
  6. Ninebot S2 (Mini Pro 2) – Bedienungsanleitung (Segway-Ninebot (Herstellerhandbuch), undatiert (abgerufen 2026-09-26))
  7. Bremsbeläge beim Fahrrad wechseln: Wann und wie? (ADAC, aktualisiert 2026-05-04)
  8. E-Scooter-Unfälle nehmen zu: So fährt man sicher (ADAC, 2026-09-10)
  9. ÖAMTC warnt vor Unfallrisiken und schweren Verletzungsfolgen bei E-Scootern (ÖAMTC, 2026-09-10)

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