Offroad E-Scooter

Ein Offroad E-Scooter steht und fällt mit seiner Ausstattung: dem Raddurchmesser, dem Reifenprofil, der Federung vorn und hinten und Bremsen, die auch in Schlamm greifen. Jedes Modell auf dieser Seite hat luftgefüllte Geländereifen und doppelte Federung – vom iENYRID A1 mit 10 Zoll und 19,5 kg bis zum TEVERUN TETRA mit 13 Zoll, vier Rädern und 83 kg. Unter den Produkten teilen wir sie nach Radgröße in drei Geländeklassen ein, damit du siehst, was jeder Schritt nach oben an Grip bringt – und was er an Gewicht kostet.

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Drei Geländeklassen – Radgröße, Federung und das, was dich wirklich voranbringt

Alle Modelle auf dieser Seite erfüllen dieselben zwei Anforderungen: luftgefüllte Geländereifen und Federung vorn und hinten. Was sie unterscheidet, ist, wie viel Gelände sie tatsächlich schaffen – und dabei leistet der Raddurchmesser die schwerste Arbeit: Er entscheidet, über welche Hindernisse du rollst, statt dich festzufahren. Deshalb sortieren wir sie nach Radgröße statt nach Marke – 9–10,5 Zoll (55 Modelle), 11 Zoll (18) und 12–13 Zoll (11). Aber das Rad ist nur die halbe Antwort, und das gehört klar gesagt: Die Steigfähigkeit folgt nicht der Radgröße, sondern dem Antrieb und dem Gewicht. Über alle 84 Modelle hier gerechnet liegt die mittlere Steigung bei Modellen mit einem Motor bei 20° und mit zwei Motoren bei 30°, und 18 der 20 Modelle, die 35° oder mehr angeben, haben zwei Motoren – egal ob sie auf 10, 11, 12 oder 13 Zoll rollen. Größere Räder kosten dagegen immer Gewicht – und machen den Scooter schwerer ins Auto zu heben.

9–10,5 Zoll: Schotterweg, Waldweg und leichtes Gelände

Das ist die größte Klasse und die, die du dir zuerst ansehen solltest, wenn du gemischt fährst: Asphalt hin und zurück, Schotter und Wurzelpfade, sobald du draußen bist. Die Gewichte liegen zwischen 19,5 und 39,8 kg, im Median um 27,6 kg – das sind also noch Maschinen, die du tragen kannst. Die Federung ist meist feder- oder schwingarmbasiert statt hydraulisch. Der KuKirin G2 wiegt 26 kg und hat laut Produkttext 10-Zoll-Offroad-Vakuumreifen, Federdämpfer sowie Scheibenbremsen vorn und hinten, ergänzt um ein E-Brake-System. Der Ausom L1 mit 27,6 kg hat ein Schwingarmsystem mit doppelten Federn vorn und hinten und klettert laut Hersteller Steigungen bis 25° hinauf. Der Ausom L2 mit 29,2 kg ist eines der wenigen Modelle, das die Reifenmaße direkt angibt – 10 Zoll breite, schlauchlose Vakuumreifen mit 25 x 7,5 cm – kombiniert mit ShocFree-Schwingarmfederung, E-ABS und doppelten Scheibenbremsen vorn und hinten. Der iScooter iX4 mit 25 kg hat vier Dämpfer und Bremsen, die laut Hersteller auch auf nassen oder schlammigen Wegen funktionieren. Willst du exakte Grad-Angaben, findest du sie beim NAVEE NT5 Max (10,5 Zoll, 33,5 kg), der 40 mm Federweg und Steigungen bis 28 Prozent – rund 16 Grad – angibt, und beim ENGWE Y600S (24 kg), der 15-Grad-Steigungen schafft. Aber lass die Radgröße nicht den Berg vorhersagen: Der Median der Klasse liegt bei 25°, und zwölf der 55 Modelle liegen darüber – bis hinauf zu 40° beim KAABO MANTIS KING GT auf 10 Zoll. Es ist der Antrieb, der entscheidet. Die 36 Einmotorigen der Klasse haben eine mittlere Steigung von 20°, die 19 Zweimotorigen 26°, und die drei Offroad-Modelle von VIPCOO zeigen dasselbe im Kleinen: Der VS6 auf 10 Zoll gibt 25° an, der VS6 Pro auf derselben Radgröße, aber mit Doppelmotor, 35°.

11 Zoll: echtes Offroad mit Hydraulik und Gasdruckdämpfern

Der Schritt auf 11 Zoll ist der deutlichste Sprung auf der ganzen Seite, und er betrifft vor allem die Federung: Hier weicht die Federdämpfung oft Hydraulik und Gasdruck, und das Gewicht steigt auf 27–53 kg mit einem Median um 35,4 kg. Auch die mittlere Steigung steigt, von 25° in der Klasse darunter auf 32,5° hier – aber die Streuung ist groß, und sieben der achtzehn 11-Zoll-Modelle liegen bei 25° oder darunter: Der iScooter GX3 Pro gibt 15° an, Wheely J11 Max und Wheely J2 Max 20°. Das Rad kauft dir Grip und Komfort, nicht automatisch den Berg. Der OOTD T10 mit 31 kg ist der Einstieg: steile Anstiege bis 35°, Stoßdämpfung vorn und hinten, die laut Herstellertest Vibrationen um bis zu 55 % gegenüber ungefederten Modellen reduziert, zwei große 140-mm-Scheibenbremsen und ein 50 cm langes Trittbrett mit Silikon-Antirutschbelag – die Breite zählt, wenn du stehend in losem Gelände lenkst. Der HX X10 mit 38 kg gibt 11-Zoll-Offroad-Luftreifen und einen Steigwinkel von 30° an und kombiniert Scheibenbremsen mit E-Bremse und Fußbremse. Ganz oben in der Klasse stehen vier Modelle mit 45 Grad – BOYUEDA S3-11, BOYUEDA S5-11, KAABO WOLF WARRIOR 11 MAX und Wheely X10, alle vier zweimotorig. Der BOYUEDA S3-11 mit 43,3 kg hat vorn einen langhubigen 1800-lb-Hydraulikdämpfer und hinten einen 1200-lb-Gasdruckdämpfer und ist eines der wenigen Modelle mit Angabe zur Profiltiefe: 11 Zoll breite Offroad-Reifen mit Sägezahnprofil, 100 mm Breite und 6 mm Profil für Schlamm, Schotter und Asphalt – mehr Modelle der Marke findest du in der BOYUEDA-Kollektion. Der KAABO WOLF WARRIOR 11 MAX mit 52 kg hat Hydraulik an beiden Enden und eine Heckfederung mit 18 einstellbaren Dämpfungsstufen. Konkret bedeuten 18 Stufen: Du kannst die Dämpfung hochdrehen, wenn du mit Gepäck oder in grobem Gelände fährst, und wieder lösen, wenn du auf Schotter rollst – ohne Werkzeug und ohne Federtausch. Einstellbare Dämpfung gibt es bei mehreren Modellen hier: Der Nanrobot LS7+ hat die einstellbare hydraulische KKE-Federung vorn und hinten, der KAABO WOLF WARRIOR KING GTR ein Dämpfungssystem, das sich an deinen Fahrstil anpassen lässt, und der KAABO WOLF KING GTR MAX kombiniert dieselben 18 Stufen hinten mit einstellbaren Frontdämpfern in Motorradqualität.

12–13 Zoll: Extremgelände, die größten Räder – und manchmal mehr als zwei

Elf Modelle liegen bei 12 oder 13 Zoll. Kontaktfläche und Stabilität sind das Hauptargument: Größere Räder rollen über Hindernisse, die einen 10-Zöller stoppen, und mehrere Modelle lösen die Stabilität mit zusätzlichen Rädern statt mit mehr Federung. Hier stehen auch die steilsten Zahlen der Seite – KAABO WOLF WARRIOR KING GTR und KAABO WOLF KING GTR MAX geben beide 50° an, während der Median der Klasse mit 32° praktisch gleichauf mit den 32,5° der 11-Zoll-Klasse liegt. Gleichzeitig umfasst die Klasse das andere Extrem: Der Xiaomi 6 Pro GL gibt 12,4° an. Der Unterschied ist wieder der Antrieb, nicht das Rad – die acht Zweimotorigen der Klasse haben eine mittlere Steigung von 40°, die drei Einmotorigen 14°. Die Gewichtsspanne ist extrem, 27,3–83 kg mit einem Median um 54,2 kg – lies das Gewicht also genau, bevor du kaufst. Der leichteste Einstieg in die Klasse ist der Xiaomi 6 Pro GL mit 27,3 kg, großen 12-Zoll-All-Terrain-Luftreifen, Federung vorn und hinten und Frontscheibenbremse mit hinterem E-ABS – aber auch der flachste angegebene Anstieg der Klasse. Willst du mehr Motor unter derselben Radgröße, kostet das Gewicht: Der iScooter iX8 mit 35 kg hat 12-Zoll-Luftreifen mit laut Hersteller ausgezeichnetem Grip auf verschiedenen Untergründen, zwei hydraulische Scheibenbremsen plus E-ABS und 150 kg Maximallast. Der NAVEE XT5 Ultra mit 38,6 kg hat 12 Zoll große, schlauchlose und luftgefüllte Offroad-Reifen, schafft 45 Grad Steigung und bremst mit einem Triple-Brake-System aus doppelten 130-mm-Scheibenbremsen und E-ABS, das laut Hersteller auch bei Regen oder auf Schotter funktioniert. Auf 13 Zoll hat der APEFOX T90 (54,2 kg) luftgefüllte 13-Zoll-Offroad-Reifen, doppelte Federung vorn und hinten und zwei kräftige hydraulische 160-mm-Scheibenbremsen, aber nur 25 Grad Steigwinkel – ein gutes Beispiel dafür, dass ein großes Rad nicht automatisch den steilsten Berg bedeutet. Der OOTD T30 (60 kg) hat drei Räder für besonders hohe Stabilität, grob profilierte 13-Zoll-Luftreifen, Hydraulik vorn und eine 1500-lb-Heckfederung – gedacht laut Hersteller für Wald, Sand und Schotteranstiege. Ganz außen steht der TEVERUN TETRA mit 83 kg, Vierradantrieb, 30 Grad Steigfähigkeit und vier hydraulischen Scheibenbremsen – eine für jedes Rad. Das ist die schwerste Maschine der Seite, und die trägst du nicht – die fährst du vor.

Federung, Bremsen und Reifen – so liest du das Datenblatt

Drei Zeilen im Produktblatt entscheiden, ob ein Modell dein Gelände schafft. Zuerst der Federungstyp: Feder- und Schwingarmdämpfung nimmt Wellen und Schotter, schlägt aber in richtig unebenem Boden schnell durch; Hydraulik dämpft progressiv und verträgt wiederholte Schläge, und ein Gasdruckdämpfer hinten bleibt kühl, wenn die Schläge dicht kommen. Eine einstellbare Heckfederung – wie die 18 Stufen des KAABO WOLF WARRIOR 11 MAX – ist mehr wert als ein weiterer Zoll Rad, wenn du mit wechselnder Last fährst. Dann die Bremsen: Scheibenbremse ist das Minimum im Gelände, eine hydraulische Scheibenbremse liefert gleichmäßigere Kraft bei nasser, verschmutzter Scheibe, und E-ABS – das beim BOYUEDA S3-11 laut Hersteller in 0,1 Sekunden anspricht – verhindert blockierende Räder auf losem Untergrund. Eine Fußbremse wie beim HX X10 ist eine brauchbare dritte Bremse für lange Abfahrten. Zuletzt der Reifen: Die Profiltiefe greift im Schlamm, die Breite hält dich in Sand und lockerer Erde oben – 100 mm Breite mit 6 mm Profil beim BOYUEDA S3-11 gehört zum Gröbsten, was hier angegeben ist, und der KAABO WOLF KING GTR MAX beschreibt seine 100-55-7-CST-Reifen mit breiterem Profil und stärkerem Grip. Da alle Modelle auf Luft rollen, ist der richtige Druck entscheidend für Grip und Pannenrisiko; der Reifendruck-Guide enthält eine PSI-Tabelle nach Fahrergewicht, und Verschleißteile wie Reifen, Schläuche und Bremsbeläge findest du im Ersatzteil-Portal. Ist dir eine große Reichweite wichtiger als grobes Gelände, gibt es die Modelle mit großer Reichweite, und willst du Luftdruck und Pannen ganz vermeiden, wählst du stattdessen pannensichere Reifen – tauschst dann aber den Geländegrip ein, der der ganze Sinn dieser Seite ist. Willst du noch breiter vergleichen, findest du alle E-Scooter in der Hauptkollektion. Und was im öffentlichen Straßenverkehr gilt und warum Geländefahren auf fremdem Grund immer die Erlaubnis des Eigentümers braucht, liest du in unserem Ratgeber zu den E-Scooter-Gesetzen in Deutschland.

FAQ

Häufige Fragen zu Offroad E-Scootern

Was macht einen E-Scooter zum Offroad-Modell?

Zwei Dinge, und beide sind Voraussetzung dafür, dass ein Modell auf dieser Seite landet: luftgefüllte Geländereifen und Federung vorn und hinten. Der Luftreifen passt sich dem Untergrund an und greift dort, wo ein massiver Reifen springt, und Dämpfung an beiden Enden sorgt dafür, dass die Schläge nicht direkt in Handgelenke und Knie gehen. Darüber hinaus entscheiden Raddurchmesser, Federungstyp und Bremsen, wie weit hinaus ins Gelände du kommst.

Welche Radgröße brauche ich?

Rechne mit drei Stufen. 9–10,5 Zoll reichen für Schotterweg, Waldweg und leichtes Gelände und halten das Gewicht niedrig – der Ausom L2 wiegt 29,2 kg und der ENGWE Y600S 24 kg. 11 Zoll ist der Schritt zum echten Offroad: Der OOTD T10 schafft 35 Grad Steigung und der BOYUEDA S3-11 gibt 45 Grad an, zum Preis von 31 beziehungsweise 43,3 kg. 12–13 Zoll bieten die größten Räder und die größte Kontaktfläche für richtig kaputten Untergrund, vom Xiaomi 6 Pro GL mit 27,3 kg bis zum TEVERUN TETRA mit 83 kg. Ein größeres Rad rollt über Hindernisse, in denen sich ein kleineres verkeilt – aber du bezahlst jeden Zoll in Kilo. Die Steigfähigkeit folgt dagegen dem Motor und nicht dem Rad: Der KAABO MANTIS KING GT rollt auf 10 Zoll und gibt 40 Grad an.

Welche Art von Federung soll ich wählen?

Feder- und Schwingarmdämpfung, wie das Schwingarmsystem mit doppelten Federn vorn und hinten beim Ausom L1, funktioniert gut auf Schotter und leichten Pfaden, schlägt aber durch, wenn die Schläge dicht kommen. Hydraulische Dämpfung verkraftet wiederholte harte Schläge, ohne nachzulassen, und ein Gasdruckdämpfer hinten bleibt kühl – der BOYUEDA S3-11 kombiniert einen 1800-lb-Hydraulikdämpfer vorn mit einem 1200-lb-Gasdruckdämpfer hinten. Die beste Kontrolle bekommst du mit einer einstellbaren Heckfederung: Der KAABO WOLF WARRIOR 11 MAX hat 18 Stufen, sodass du die Dämpfung auf dein Gewicht und deinen Untergrund einstellst, statt mit der Werkseinstellung zu leben.

Welche Bremsen funktionieren in Schlamm und Schotter?

Die Scheibenbremse ist das Minimum, und die hydraulische Scheibenbremse liefert gleichmäßige Kraft, wenn die Scheibe nass und verschmutzt ist – KAABO WOLF WARRIOR 11 MAX, BOYUEDA S3-11, APEFOX T90 mit 160-mm-Scheiben und iScooter iX8 haben alle Hydraulik. E-ABS verhindert blockierende Räder auf losem Untergrund und spricht beim BOYUEDA S3-11 laut Hersteller in 0,1 Sekunden an. Der NAVEE XT5 Ultra hat ein Triple-Brake-System mit doppelten 130-mm-Scheibenbremsen plus E-ABS, das laut Hersteller auch bei Regen und auf Schotter funktioniert, und der HX X10 ergänzt eine Fußbremse als drittes System für lange Abfahrten. Mit einer rein mechanischen Scheibenbremse fährst du gut – rechne im Schlamm aber mit längerem Bremsweg.

Wo darf ich mit einem Offroad E-Scooter fahren?

Geländefahren auf fremdem Grund erfordert immer die Erlaubnis des Eigentümers – das ist die Regel, die für diese Maschinen am meisten zählt, und sie gilt für den Waldpfad genauso wie für die Kiesgrube. Im öffentlichen Straßenverkehr in Deutschland brauchst du ein Modell mit Straßenzulassung (ABE) nach der eKFV, begrenzt auf 20 km/h und mit Versicherungsplakette. Die meisten Offroad-Modelle sind schneller und damit ohne Straßenzulassung – nur für privates Gelände. Prüfe vor dem Kauf den Zulassungsstatus deines Modells und lies mehr in unserem Blog Gesetze & Vorschriften.