Wer sich KuKirin anschaut, merkt schnell: Fast alles heißt G2 irgendwas – G2, G2 Pro, G2 Max, G2 Master, G2 Ultra und dazu noch ABE- und VMP-Versionen. Die Namen klingen nach einer Treppe, auf der jede Stufe besser ist als die vorige, aber ganz so einfach ist es nicht. Hier geht es darum, was die Modelle im Alltag wirklich unterscheidet: Gewicht, Sitz, Motor, Steigung, Akku, Bremsen und Laden. Die Zahlen sind Herstellerangaben aus Handbüchern und Datenblättern, und wir sagen offen, wo die Kompromisse liegen.
G2 oder G2 Pro? Die kurze Antwort
Nimm den G2, wenn du mehr Kraft und mehr Komfort willst: Motor mit 800 W und 10-Zoll-Reifen. Nimm den normalen G2 Pro, wenn du auch mal sitzen willst – er hat einen Sitz, aber nur 600 W und 9-Zoll-Reifen. Akku (720 Wh) und Steigung (20°) sind gleich. Die ABE- und VMP-Versionen des G2 Pro haben keinen Sitz.
G2, Pro, Max und Master – was die Namen bedeuten
Der häufigste Irrtum: Pro heißt nicht stärker. Der G2 hat einen Motor mit 800 W, der G2 Pro nur 600 W – dafür kommt der normale G2 Pro mit Sitz und hat kleinere Reifen mit 9 Zoll. Der G2 Max hat 1.000 W, einen Sitz und einen größeren Akku. G2 Master und G2 Ultra haben zwei Motoren, aber keinen Sitz, und der G2 Master ist das schwerste Modell der Familie.
Die Zusätze ABE und VMP stehen für eigene Versionen mit 500 W, die auf 20 bzw. 25 km/h begrenzt sind – es sind eigene Modelle, kein Fahrmodus, den du umschaltest. G2 Pro ABE und G2 Pro VMP haben außerdem keine Halterung für einen Sitz, ein Sitz lässt sich also nicht nachrüsten.
| Modell | Motor | Akku | Gewicht | Steigung | Reifen | Sitz |
|---|---|---|---|---|---|---|
| G2 | 800 W | 720 Wh | 26 kg | 20° | 10 Zoll | Nein |
| G2 Pro | 600 W | 720 Wh | 26,7 kg | 20° | 9 Zoll | Ja |
| G2 Max | 1.000 W | 960 Wh | 31 kg | 30° | 10 Zoll | Ja |
| G2 Ultra | 2 × 800 W | 864 Wh | 30,4 kg | 26° | 10 Zoll | Nein |
| G2 Master | 2 × 1.000 W | 1.082 Wh | 41,5 kg | 20° | 10 Zoll | Nein |
Die Motorleistung ist die Nennleistung, die Steigung der vom Hersteller angegebene Höchstwert. Der Akku in Wattstunden (Volt × Amperestunden) ist der ehrlichste Wert, wenn du Reichweiten vergleichst. KuKirin hieß früher Kugoo Kirin – der alte Name taucht deshalb noch in älteren Tests und Anzeigen auf.

Welchen KuKirin E-Scooter soll ich kaufen?
Geh davon aus, wie du den Scooter nutzen willst – nicht von der Höchstgeschwindigkeit oder der Zahl der Motoren.
- Leicht zu tragen: S1 Max. 16 kg, luftlose 8-Zoll-Wabenreifen und nur hinten gefedert. Er lässt sich am einfachsten mitnehmen, ist aber auch am schwächsten am Berg und der, den du auf holprigem Asphalt am meisten spürst.
- Stadt und Schotter: G2, T3 und M4 Max. 800 W, Federung vorn und hinten und 10-Zoll-Luftreifen, rund 24–27 kg. Das sind die Allrounder im Sortiment.
- Ab und zu sitzen: G2 Pro und G2 Max. Beide kommen mit Sitz – das gilt für den normalen G2 Pro, nicht für die ABE- und VMP-Versionen. Der G2 Max hat mehr Motor und einen größeren Akku, wiegt aber gut vier Kilo mehr. Weitere Modelle findest du unter unseren E-Scootern mit Sitz.
- Steile Anstiege: G3 Pro, G4 Ultra, G2 Max und G2 Ultra. Der Hersteller gibt 35 Grad für den G3 Pro an, 30 für G4 Ultra und G2 Max und 26 für den G2 Ultra, gegenüber 20 bei den meisten anderen. Der Preis dafür ist das Gewicht: 30–40 kg.
- Schotter und lange Touren: G2 Master und G4. Große Akkus mit 1.082 und 1.200 Wh, aber auch schwer: 41,5 bzw. 37 kg. Der G2 Master ist trotz seiner zwei Motoren nur mit 20 Grad Steigung angegeben, so viel wie der G2 – er passt also besser auf Schotter und unebenen Untergrund als an wirklich steile Rampen. Der G4 hat 11-Zoll-Reifen. Beide passen am besten, wenn der Scooter meist in der Garage steht und selten getragen werden muss.
Was beim Fahren in Deutschland gilt, erklären wir in den E-Scooter-Regeln für Deutschland. KuKirin baut übrigens auch das Elektro-Dirtbike X1, das du unter unseren Elektro-Dirtbikes findest. Die ganze Marke siehst du in der KuKirin-Kollektion. Schwankst du zwischen KuKirin und iScooter? Lies auch, welcher iScooter zu dir passt.
Das Gewicht zählt mehr als die Höchstgeschwindigkeit
Das Gewicht wird leicht unterschätzt. Viele KuKirin-Modelle wiegen 22–27 kg, G2 Max, die Modelle mit zwei Motoren und die G4-Modelle dagegen 30–42 kg. Klappbar sind sie alle, aber über 25 kg tragen die meisten nur kurze Strecken – eine Treppe hoch oder in den Kofferraum –, nicht bis in den vierten Stock.
Ein einfacher Test: Heb einen voll gepackten Koffer an und trag ihn eine Treppe hinauf. Fühlt sich das schwer an, ist ein Modell über 30 kg das falsche für dich, egal wie gut es auf Schotter ist. Musst du den Scooter regelmäßig tragen, ist der S1 Max mit 16 kg die leichteste Wahl bei KuKirin.
Reichweite und Laden – lieber knapp rechnen
KuKirin gibt 39 km für den S1 Max bis 70–80 km für die größten Modelle an. Solche Werte entstehen unter günstigen Bedingungen, in der Praxis ist es weniger. Im E-Scooter-Test 2026 des ADAC schafften die geprüften Modelle anderer Marken mit 90 kg Fahrergewicht, Licht an und voller Fahrt 33,8 bis 47,9 km. Fahrergewicht, Steigungen, Kälte und wie oft du Vollgas fährst, entscheiden. Vergleiche deshalb die Akkus in Wattstunden: von 374 Wh beim S1 Max über 720–1.082 Wh in der G2-Familie bis zu 1.200 Wh bei G4 und G4 Ultra und 1.206 Wh beim G3 Pro. Wie du mehr aus dem Akku holst, zeigen wir im Ratgeber E-Scooter-Reichweite erhöhen.
Die Ladezeit wird mit 7–8 Stunden für S1 Max, T3, G2 Pro und die ABE- und VMP-Versionen des G2 Pro angegeben, mit 8–10 Stunden für G2, G2 Ultra und M4 Max und mit 10–12 Stunden für G2 Max, G2 Master und G4. Der G4 Ultra lädt laut Hersteller in rund 5–6 Stunden mit 5-A-Ladegerät, der G3 Pro je nach Ladegerät in 4–11 Stunden. Von diesen Modellen hat nur der G3 Pro einen herausnehmbaren Akku, und er hat zudem zwei Ladeanschlüsse – die anderen lädst du dort, wo sie stehen. Der ADAC rät in seiner Kaufberatung zu einem abnehmbaren Akku, auch weil der Tausch eines fest verbauten Akkus beim Hersteller 120 bis 800 Euro kostet. Überleg dir also vor dem Kauf, wo du eine Steckdose hast. Wie du so lädst, dass der Akku lange hält, steht im Ratgeber E-Scooter-Akku richtig laden.
Komfort: Reifen, Federung und Sitz
Alle Modelle außer dem S1 Max sind vorn und hinten gefedert. Die Reifengröße macht trotzdem viel aus: Der G2 Pro und seine ABE- und VMP-Versionen haben 9 Zoll, die meisten anderen 10 Zoll und die G4-Modelle 11 Zoll. Größere Luftreifen rollen weicher über Kopfsteinpflaster und Wurzeln, kleine Räder nehmen der Federung einen Teil ihrer Wirkung.
Der S1 Max hat luftlose Wabenreifen. Platten gibt es damit nicht, der Komfort ist aber ein anderer, weil luftlose Reifen weniger nachgeben als Luftreifen. Was zu dir passt, klären wir im Ratgeber Vollgummireifen oder Luftreifen, und hast du doch einmal einen Platten, zeigen wir, wie du den Reifen am E-Scooter wechselst.
Der Spritzwasserschutz liegt bei den meisten Modellen bei IP54, bei G2 Master, G2 Ultra, G2 VMP und G4 Ultra bei IPX4. Was das bei Regen bedeutet, steht im Ratgeber E-Scooter bei Regen.

Bremsen und Motor – mehr Kraft verlangt mehr von dir
Die meisten KuKirin-Modelle haben Scheibenbremsen vorn und hinten, viele zusätzlich eine elektrische Motorbremse. Der G3 Pro hat hydraulische Bremsen, die mit weniger Handkraft stärker bremsen. Das ist gut, wenn du schnell anhalten musst, aber eine kräftige Vorderradbremse kann das Rad blockieren, wenn du zu fest ziehst. Übe das Bremsen deshalb auf einer abgesperrten Fläche, auf der du fahren darfst, bevor du zu längeren Touren aufbrichst. Der S1 Max hat stattdessen eine elektrische Bremse und eine Fußbremse.
Die Einzelmotoren mit 800 W schaffen laut Hersteller 20 Grad Steigung, der G2 Ultra 26, G2 Max und G4 Ultra 30 und der G3 Pro 35 Grad. Der G2 Master ist trotz seiner zwei Motoren mit 20 Grad angegeben, so viel wie der G2. Alle außer dem S1 Max sind für Fahrer bis 120 kg ausgelegt. Wiegst du nahe an der Grenze oder wohnst du an einem steilen Hang, schau also auf den Steigungswert, nicht auf die Zahl der Motoren. Fährst du vor allem flach in der Stadt, bezahlst du für Kraft, die du selten brauchst – mit Gewicht und oft längerer Ladezeit.
Ersatzteile und Service
Teile für KuKirin findest du in der Kollektion KuKirin Ersatzteile, und im Ersatzteil-Finder kannst du nach deinem Modell suchen. Such immer mit dem vollständigen Modellnamen. Manche Teile teilen sich mehrere Modelle – Bremsscheibe und Display sind zum Beispiel bei G2 Pro und G2 Max gleich –, andere wie das Steuergerät gibt es für jedes Modell einzeln. G2 Pro, G2 Pro ABE und G2 Pro VMP sind verschiedene Scooter, rechne also nicht damit, dass alles untereinander passt. Im Sortiment gibt es auch Teile für den älteren G3.
Alle unsere Elektrofahrzeuge haben 2 Jahre gesetzliche Gewährleistung. Bist du unsicher, welches Teil zu deinem Modell passt, frag vor der Bestellung unseren Kundenservice.

Typische Fehler bei der Wahl eines KuKirin
- Zu glauben, Pro sei am stärksten. Der G2 Pro hat einen schwächeren Motor als der G2 – beim normalen G2 Pro bekommst du den Sitz.
- Angegebene Reichweiten direkt zu vergleichen. Vergleiche Wattstunden und rechne damit, dass es in der Praxis weniger wird.
- Das Gewicht zu vergessen. Ein Modell über 30 kg trägst du nicht jeden Tag die Treppe hoch.
- Die Versionen zu verwechseln. Normaler G2 Pro, ABE und VMP haben unterschiedliche Motoren, Geschwindigkeiten und Teile – und an die ABE- und VMP-Versionen des G2 Pro passt kein Sitz.
- Nach der Zahl der Motoren zu wählen. Zwei Motoren bringen mehr Gewicht und schaffen nicht immer die steilsten Anstiege – der G2 Master ist mit 20 Grad Steigung angegeben, der G2 Max mit einem Motor mit 30.
- Nicht an den Ladeplatz zu denken. Von den KuKirin-Modellen hier hat nur der G3 Pro einen Akku, den du herausnehmen kannst.






