Meldungen über einen E-Scooter-Akku-Brand verunsichern viele, wenn es ums Laden zu Hause geht. Das Risiko ist gering, wenn du den Akku richtig behandelst – aber es ist nicht null, und es lohnt sich zu wissen, woher es kommt.
Kann ein E-Scooter Akku brennen? Die kurze Antwort
Ja, aber das ist selten. Der Lithium-Ionen-Akku kann überhitzen und in Brand geraten, und die meisten Brände entstehen beim Laden. Das Risiko steigt mit einem falschen Ladegerät, einem Akku nach einem Sturz oder einem aufgeblähten Akku. Lade mit dem Original-Ladegerät auf festem Untergrund, wenn du zu Hause und wach bist, und mit einem Rauchmelder in der Nähe.
Wie oft passiert das – und warum?
Der ADAC hat die Akkus von sechs E-Scootern aus vier Preisklassen im Stresstest geprüft – mit Regen, Minusgraden, Vibrationen und Tiefentladung – und konnte keinen Brand und keine Explosion provozieren. Das Fazit: ein sehr hohes Sicherheitsniveau. Probleme entstehen meist, wenn ein Akku beschädigt ist oder falsch geladen wird. Laut der Londoner Feuerwehr entstehen die meisten dieser Brände beim Laden (auf Englisch).
Bei einem Brand spricht man vom thermischen Durchgehen: Eine Zelle wird instabil, ihre Temperatur steigt immer schneller und die Hitze greift auf die nächste Zelle über. Von etwas weißem Rauch bis zur offenen Flamme kann es sehr schnell gehen.
Die häufigsten Ursachen
- Falsches Ladegerät: Eine andere Spannung oder ein anderer Ladestrom als vorgesehen kann den Akku überhitzen.
- Stöße und Stürze: Ein Sturz oder eine hart genommene Bordsteinkante kann Zellen beschädigen, ohne dass man es sieht.
- Hitze: Laden direkt nach einer langen Fahrt, in praller Sonne oder neben der Heizung.
- Umbauten: getunte Steuerungen und unbekannte Ersatzakkus ohne Kennzeichnung.
- Wasser: Feuchtigkeit in der Ladebuchse oder im Akkugehäuse kann einen Kurzschluss auslösen.
So lädst du zu Hause sicher
Der ADAC erklärt in seinem Ratgeber, wie du den E-Scooter richtig lädst:
- Nur mit dem vom Hersteller mitgelieferten Ladegerät laden.
- In einer kühlen, belüfteten und trockenen Umgebung laden.
- Ladegerät und Scooter nie auf leicht brennbare Untergründe wie Papier oder Teppich legen und nie abdecken.
- Nicht im Flur oder an Fluchtwegen laden und einen Rauchmelder in der Nähe haben.
- Nur laden, wenn du zu Hause und wach bist – nicht über Nacht.
- Den Akku nach der Fahrt erst abkühlen lassen.
Ist dein Ladegerät defekt, ersetze es durch eines, das zu deinem Modell passt – wir haben Ladegeräte für E-Scooter. Wie der Akku lange hält, steht in E-Scooter-Akku richtig laden.
Warnzeichen: Akku sofort nicht mehr benutzen
- Er wird beim Laden oder Fahren ungewöhnlich heiß.
- Das Gehäuse ist aufgebläht, verformt oder hat Risse.
- Er läuft aus oder riecht chemisch oder verbrannt.
- Er zischt, knistert oder knackt.
Zieh das Ladegerät ab und benutze den Akku nicht mehr. Ein aufgeblähter Akku hat in der Wohnung nichts zu suchen. Muss er ersetzt werden, wähle einen für dein Modell passenden aus unseren E-Scooter-Akkus und frag beim Kundenservice nach, wenn du unsicher bist.
Lagerung, Winter und Gebrauchtkauf
Für die Winterpause lagerst du den E-Scooter trocken und frostfrei, am besten außerhalb der Wohnung, mit etwa halb vollem Akku. Mehr dazu in E-Scooter im Winter lagern.
Beim Gebrauchtkauf weißt du nicht, wie der Akku behandelt wurde. Frag nach dem Original-Ladegerät und prüf das Gehäuse auf Schäden – die Checkliste steht in E-Scooter gebraucht kaufen.
Wenn es doch brennt
Versuch nicht, einen Akkubrand selbst zu löschen. Raus, Tür hinter dir zu und 112 wählen. Ein Lithiumbrand kann wieder aufflammen, nachdem er gelöscht schien, und der Rauch ist giftig – atme ihn nicht ein.






